
Ich habe als Kind die Windbäckerei geliebt und vor einigen Jahren hörte ich dann immer öfter den Begriff Pavlova und wollte wissen, was steckt hier dahinter. Irgendwann habe ich mich darüber getraut und - oh Wunder - sie ist gelungen, und war einfach ein Traum.
Im besten Fall ist die Eiweißhülle außen knusprig und innen noch ein klein wenig cremig. Dazu eine Füllung aus Schlagobers, cremigen Topfen oder Joghurt. Ich nehme hier meist eine pflanzliche Alternative von Schlagsahne. Nachdem der Schnee mit Zucker schon ordentlich süß ist, passt jede Form von Beeren oder anderen säuerlichen Obstsorten - wie hier eben Passionsfrucht - ausgesprochen gut dazu.
Als Dessert habe ich nun die kleine Version der Pavlova für mich entdeckt. Die Zubereitungsweise ist gleich. Wichtig ist nur, dass die Pavlova bei niedriger Temperatur - ca. 120-140° - bei Umluft getrocknet wird.
Bei den kleinen Pavlovas dauert das ca. 50 Minuten. Danach Backrohr ausschalten und keinesfalls aufmachen! Das Backrohr vollständig auskühlen lassen. Danach nimmt man sie vorsichtig vom Backpapier. Bis zur weiteren Verwendung muss man sie luftdicht verschlossen, aufbewahren. Andernfalls ziehen sie Luftfeuchtigkeit an und werden zäh.
Zuletzt habe ich sie gemacht, weil mir das Eiweiß übrig geblieben ist, von meiner Crema Catalana, wo nur die Dotter gebraucht werden. Umgekehrt, wenn nur der Dotter übrig bleibt, ist es einfacher, ihn für etwas Anderes weiterzuverwenden.
Ich hatte also folgende Zutaten verwendet:
- 4 Eiweiß (Größe M Eier)
- 1 Prise Salz
- 150-200 g Zucker (nach Geschmack, aber es braucht einfach den Zucker um die richtige Konsistenz zu erhalten)
- 1 TL Zitronensaft
- 1 EL Speisestärke
Das Eiweiß mit Salz aufschlagen, den Zucker langsam und kleinweise einrieseln lassen . Zitronensaft dazugeben und zum Schluss die Speisestärke einrühren. Es muss solange geschlagen werden, bis das Eiweiß Spitzen zieht. Die Eiweißmasse muss schon glänzen.
Dann kann man nach eigenem Anspruch mehr oder weniger perfekte Ringe, Häufchen auf das Backpapier aufbringen. Mit einem Löffel kleine Mulden in die Masse drücken, damit Platz für die Creme später ist.
Ab damit ins Rohr und warten bis dieses köstliche kleine Dessertbaisser fertig ist!
Bei Garnieren kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen. Am Bild sieht man ein Püree aus Passionsfrüchten und eine geeiste Himbeere. Sooooo good!
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